Alle Artikel mit dem Schlagwort: How to

Treppe

Zukunft, Ziel und Zuckerwatte: Ein 6-Stufen Plan für Zielwiderstreber [sic!]

Meine Beziehung zu Zielen ist kompliziert. Mir widerstrebt grundsätzlich alles was nach Management-Tool oder Business Analyse Modell klingt, ich aber unbedingt auf mein Leben anwenden sollte um so richtig geile Erfolge zu sehen. Statt Motivation zu verspüren fühle ich mich von Zielen unter Druck und empfinde den Weg dorthin als mühsam und langwierig (und das obwohl ich multi-passioniert und furchtbar talentiert bin). Andere wiederum schleppen Träume länger mit als Omi ihren Bausparer und bringen es einfach nicht fertig einen Schritt vor den anderen zu setzen. Und dann gibt es noch die Leute, die einfach gar keine Ziele haben, weil die Frage „Was will ich?“ ihnen mehr Angst einflößt, als ein Termin zur Kieferbohrung.

Hände mit Smartphone (C) Gilles Lambert

Social Media – Der Versuch einer Gebrauchsanweisung

Trompe-l’œil – ein Begriff, den mein Schullehrer irgendwann während des zweiten Semesters Kunstgeschichte zwischen Kaffeepause und Mathestunde auf einer seiner zahlreichen Powerpoint-Folien mit anschaulichen Beispielen präsentierte. Trompe-l’œil, das täuschende Auge – eine Illusion in der Kunst. Ein Werk, das Dreidimensionalität vorgibt oder die Textur eines bestimmten Materials. Etwas, das man schlicht und einfach als Täuschung bezeichnen kann. Eine Täuschung, die schön ist und in ihrer Optik scheinbar vollkommen real. Damals eine Königsdisziplin unter Künstlern, ist die Technik heute weiterverbreiteter als je zuvor. Vor allem wenn es darum geht unsere Social Media Profile zu pimpen, greifen wir zu den fantastischsten Mitteln. Photoshop, Lightroom, ein Stempel dort, ein Filter da – und schon sieht man aus wie ein Model in der Lifestyle-Rubrik einer Frauenzeitschrift. Ganz zu schweigen von den geplanten Inszenierungen: Posing, Blumensträuße, Hunde mit schicken Leinen und Menschen in Winteroutfits, die ich nicht mal im Frühling tragen würde, weil mir schon beim Anblick der Lymphknoten anschwillt.

Stapel Bücher mit Tasse Tee (C) Stephanie Rosicka

Die 10-Tage-Minimalismus-Challenge

2017 begann für mich in einem etwas abweichendem Tempo. Anstatt mich auf meine Neujahres-Vorsätze zu stürzen, die Pisten unsicher zu machen oder meine ewig lange Leseliste abzuarbeiten, konzentrierte ich mich auf, nun ja, gar nichts. Die Energie, die mich gewöhnlich zu Beginn des Jahres in eine Art Rauschzustand versetzt, blieb tatsächlich aus und überließ mich meiner Couch und dem Fernseher. Was ich jedoch zum ersten Mal seit Monaten hatte, war Zeit. Zeit, die ich nach 2 Wochen nicht mehr für den hundertsten Weihnachtsfilm oder die dritte Shopping-Tour verschleudern wollte und schließlich zum Reflektieren nutzte.