Monate: Juli 2016

Freunde machen ein Lagerfeuer am Strand (C) Kimson Doan

Wenn lachen weh tut: Gefangen zwischen echtem Ernst und falschem Spaß

Für diejenigen, die sich für die Butterseite des Lebens entschieden haben, bedeutet der Sommer vor allem Freiheit. Frei sein von jeglichen schulischen Verpflichtungen, durch die Welt reisen, sich an verlassenen Stränden fotografieren lassen, lange schlafen und noch länger feiern. Der Ernst des Lebens wartet auf uns am Ende der Ferien in Form von verwirrenden Stundenplänen, vollen Kurslisten und frisch gespitzten Bleistiften. Das Gemüt orientiert sich am Wechsel der Jahreszeiten und wandert von heiter auf wolkig, oder vielmehr Gewitter/Regen-wolkig. Wenn man sich bereits oder von Haus aus entschieden hat dem Schul- oder Uni-Leben die kalte Schulter zu zeigen, beläuft sich das Ausmaß der Freiheit auf eine lächerliche Zeitspanne von 2 bis maximal 3 Wochen pro Sommer. Und obwohl bei Wiedereintritt in den alltäglichen Wahnsinn meist noch die Sonne scheint, ist es plötzlich Herbst, der in Form einer eisigen Brise die Gedanken in Schockstarre versetzt. Selbst wenn man seinen Job, sein Studium, sein Praktikum liebt – einen Tag ohne jegliche Verpflichtungen zu leben erfordert ausschließlich Spaß, während ein anderer – ein gewöhnlicher – von uns verlangt Kontrolle zu bewahren, pünktlich um 6.00 Uhr aus dem Bett zu springen und ein gewisses Maß Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen. Klingt fast lustig, oder?